Den richtigen Kartendrucker finden

Die Suche nach einem Kartendrucker, der optimal auf die eigenen Anforderungen zugeschnitten ist, benötigt neben ausreichend Zeit eine gute Vorbereitung.

Bevor Sie nach einem geeigneten Ausweisdrucker suchen, sollten Sie zunächst Ihre individuellen Anforderungen definieren, die das Gerät zu leisten hat. Jeder Kartendrucker bietet unterschiedliche Funktionen und ist nicht automatisch für alle Aufgaben geeignet.

Denken Sie dabei nicht nur an das jetzige Projekt, für das Sie Ihren Scheckkartendrucker benötigen, sondern ebenfalls an zukünftige Einsätze. So mag ein Kodier-Modul zwar für das aktuelle Projekt nicht von Interesse sein, ist aber womöglich in Zukunft eine wichtige Funktion, falls Sie Ihre Plastikkarten zur Zutrittskontrolle oder Zeiterfassung nutzen möchten.

Wiederrum macht es wenig Sinn, einen Kartendrucker zu erwerben, der speziell für großvolumige Aufträge gebaut wurde, wenn Sie lediglich 20 Karten im Jahr drucken.

Mit den richtigen Fragen vorab können Sie die Auswahl an relevanten Kartendruckern bereits sehr gut eingrenzen.

Übersicht: Wichtige Überlegungen vor dem Kartendrucker-Kauf

  1. Wofür werden die zu bedruckenden Karten benötigt?
  2. Wie häufig werden Plastikkarten gedruckt?
  3. Sollen die Ausweise einseitig oder beidseitig bedruckt werden?
  4. Soll der Ausweis wiederholt bedruckt werden?
  5. Müssen die Karten besonders haltbar sein?
  6. Benötigt der Ausweis bestimmte Sicherheitsmerkmale?
  7. Soll der Karten-Rohling vollflächig bedruckt werden?
  8. Sollen Chipkarten bedruckt werden?
  9. Sollen Chipkarten kodiert werden?
  10. Wie sehen die zukünftigen Anforderungen aus?
  11. Wie wichtig ist die Druckqualität?
  12. Soll der Kartendrucker von mehreren Computern angesteuert werden?

Wofür werden die zu bedruckenden Karten benötigt?

Nutzen Sie Ihre bedruckten Plastikkarten nur als Sichtausweis oder ebenfalls zur Zutrittskontrolle? Je nach Anwendungsfall benötigen Sie eventuell ein passendes Kodiermodul, das in der Regel nicht standardmäßig verbaut ist. Hier gilt es zwischen Magnetstreifen, Chipkarten- und RFID-Karten Kodiermodulen zu unterscheiden.

Wie häufig werden Plastikkarten gedruckt?

Die Antwort auf diese Frage ist wichtiger als es zunächst erscheint. Nicht jeder Drucker ist für ständige Druckaufträge oder die Produktion von ID-Karten mit hohem Volumen ausgelegt. Einige Scheckkartendrucker sind eher für Einsteiger und speziell für geringere Druckvolumina konzipiert.

Sollen die Ausweise einseitig oder beidseitig bedruckt werden?

Theoretisch können Sie mit allen Kartendruckern beide Seiten einer Plastikkarte bedrucken. Bei einem einseitigen Kartendrucker ist dies allerdings mit Umstand verbunden. Hier müssten Sie die Plastikkarte nach dem Druck der Vorderseite von Hand drehen und erneut die Rückseite in einem zweiten Druckvorgang bedrucken.

Bei einem beidseitigen (dualen) Kartendrucker hingegen erfolgt dieser Schritt automatisch, sodass die Karte erst ausgegeben wird, wenn beide Seiten der Karte bedruckt sind. Beim Druck weniger Karten kann man diesen Umstand noch in Kauf nehmen. Gerade bei höheren Druckvolumen ist ein dualer Kartendrucker aber mehr als sinnvoll.

Soll der Ausweis wiederholt bedruckt werden?

Studentenausweise oder Besucherausweise müssen regelmäßig angepasst werden. Sei es aufgrund einer Änderung des Gültigkeitsdatums, Namens oder Semestertickets. Hierbei muss der Ausweis nicht vollständig neu produziert werden, sondern kann mit einem sogenannten „Thermo Rewrite Kartendrucker“ wiederholt personalisiert werden.

Müssen die Karten besonders haltbar sein?

Auch wenn die bedruckte Oberfläche von Ausweisen äußerst robust ist und lange Jahre währt, so sollten Sie Ihre Ausweise mit einem Laminat schützen, wenn die Karten häufig hohen Belastungen ausgesetzt sind. Einige wenige Kartendrucker verfügen über integrierte Laminatoren, häufiger lässt sich ein Kartendrucker mit einem optionalen Laminiergerät aufrüsten.

Experten-Tipp:
Retransfer-Kartendrucker erzeugen automatisch eine natürliche Schutzschicht, indem Sie bei jedem Druckvorgang einen Film über die Karte legen. Dies liegt im Druckverfahren von Retransfer-Druckern begründet. Sind Ihre Plastikkarten zukünftig nur normalen physischen Belastungen ausgesetzt, kommen Sie in aller Regel ohne zusätzliche Laminate aus.

Benötigt der Ausweis bestimmte Sicherheitsmerkmale?

Für den Fall, dass Ihre Ausweise erhöhten Sicherheitskriterien entsprechen müssen, gibt es unterschiedliche Ansätze, diesen mit einem Scheckkartendrucker gerecht zu werden. Dies fängt bei einem „einfachen“ Schutz der Ausweise über die Aufbringung eines Laminats mit Hologramm an. Andere Kartendrucker sind zudem in der Lage, Ausweise mit UV-Farbbändern zu bedrucken. Für hochsichere Projekte, wie etwa die Ausgabe von Führerscheinen, gibt es ebenfalls die Möglichkeit der Laserpersonalisierung. Sie finden bei uns den passenden Kartendrucker für jede Sicherheitsstufe.

Soll der Karten-Rohling vollflächig bedruckt werden?

Karten bis an den Rand (randablaufend) zu bedrucken, ist nur mit einem Retransfer-Kartendrucker möglich. Thermosublimationsdrucker können diese Aufgabe nicht ganz erfüllen – hier bleibt immer ein kleiner weißer, unbedruckter Rand zur Kartenkante hin bestehen.

Sollen Chipkarten bedruckt werden?

Falls Sie Chipkarten bedrucken möchten, sollten Sie dies ausschließlich mit einem Retransfer-Kartendrucker erledigen. Ein Thermosublimationsdrucker bzw. Direct-to-Card-Drucker kann zwar Chipkarten ebenfalls bedrucken, dies wird jedoch nicht empfohlen.

Dies ist dadurch zu erklären, dass Chipkarten über einen kleinen Chip und eine kleine Antenne verfügen, die sich auf der Karte befinden und dadurch eine unebene Oberfläche verursachen. Wird die Karte nun mit einem Thermosublimationsdrucker bedruckt, kommt es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Druckausfällen an den uebenen Stellen der Karte.

Retransfer Kartendrucker hingegen nutzen ein Druckverfahren, mit dem Sie auch unebene Oberflächen problemlos bedrucken können.

Sollen Chipkarten kodiert werden?

Chipkarten und RFID-Karten zu bedrucken stellt mit einem Retransfer-Kartendrucker kein Problem dar. Möchten Sie Ihre Plastikkarten parallel dazu noch kodieren, so müssen Sie einen Chipkartendrucker mit Kodiermodul wählen. Fast alle Geräte können mit zusätzlichen Kodiermodulen ausgestattet werden, die eine Kodierung der weltweit gängigsten Chiptechnologien erlauben.

Wie sehen die zukünftigen Anforderungen aus?

Wenn sich die Anforderungen innerhalb Ihres Unternehmens oder Ihres Kartendrucks wahrscheinlich ändern oder wachsen werden, ist der Kauf eines Kartendruckers, der sich leicht mit Ihrem Unternehmen weiterentwickeln kann, von wesentlicher Bedeutung. Es ist optimal, einen ID-Kartendrucker zu kaufen, der konfigurierbar ist.

Wie wichtig ist die Druckqualität?

Sie möchten Ihre Ausweise lediglich mit Namen, Mitgliedsnummer und Barcode versehen? Dann empfiehlt sich in den meisten Fällen ein „einfacher“ Thermosublimationsdrucker. Möchten Sie Ihre Ausweise mit ganzflächigen Designs oder Fotos bedrucken, dann empfiehlt sich wiederrum ein Retransfer-Kartendrucker. Retransfer Modelle erzeugen lebendige Bilder in Fotoqualität und sind in der Lage, den Ausweis vollflächig zu bedrucken.

Soll der Kartendrucker von mehreren Computern angesteuert werden?

Falls Sie Ihren Scheckkartendrucker von mehreren Arbeitsplätzen aus ansteuern möchten, muss dieser in Ihr LAN-Netzwerk eingebunden sein und über eine Ethernet-Schnittstelle verfügen. Einige Kartendrucker können sogar mit einem WLAN-Modul ausgerüstet werden und sind damit direkt anwählbar. 

Fazit

Sie sehen, dass eine frühzeitige Auseinandersetzung mit den genauen Anforderungen an Ihr Drucksystem äußerst hilfreich ist. Beschäftigen Sie sich mit diesen Themen, bevor Sie explizit nach einem bestimmten Kartendrucker Modell suchen. Anschließend können Sie die Auswahl an relevanten Druckern sinnvoll filtern und eingrenzen.

Falls Sie weitere Fragen haben, auf die Sie bislang keine Antworten finden konnten, helfen Ihnen unsere Mitarbeiter gerne weiter.